Deutschland investiert in den kommenden Jahren erheblich in die Wiedervernässung von Moorböden und in neue Formen der Bewirtschaftung nasser Standorte. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Flächennutzung und die angebauten Kulturen, sondern auch auf die Technik, die für die zukünftige Bewirtschaftung benötigt wird.
Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe kann die deutsche Förderrichtlinie Palu esonders interessant sein. Im Rahmen dieser Richtlinie kann unter bestimmten Voraussetzungen auch Spezialtechnik gefördert werden, die für die Bewirtschaftung nasser Moorböden erforderlich ist.
Für Wellink ist das besonders relevant, weil konventionelle Land- und Transporttechnik auf solchen Flächen schnell an ihre Grenzen stößt.
Was ist die Förderrichtlinie Palu?
Die Förderrichtlinie Palu ist Teil des deutschen Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz.
Ziel der Richtlinie ist es, land- und forstwirtschaftlich genutzte Moorböden wiederzuvernässen und gleichzeitig Möglichkeiten zu schaffen, diese Flächen auch danach wirtschaftlich weiter zu nutzen.
Gefördert wird deshalb nicht nur die Wiedervernässung selbst. Auch die praktische Bewirtschaftung nach der Anhebung des Wasserstands spielt eine wichtige Rolle.
Die Richtlinie umfasst verschiedene Förderbereiche, unter anderem:
- hydrologische Maßnahmen;
- Vorbereitung und Beratung;
- angepasste Bewirtschaftung;
- Paludikultur;
- Verarbeitung und Lagerung;
- Spezialtechnik für nasse Standorte.
Warum ist Spezialtechnik erforderlich?
Wenn der Wasserstand in Moorböden angehoben wird, verändert sich die Tragfähigkeit des Bodens deutlich.
Maschinen, die unter trockenen Bedingungen problemlos eingesetzt werden können, verursachen auf nassen Flächen schneller tiefe Fahrspuren, bleiben stecken oder schädigen Boden und Vegetation.
Die Wahl der richtigen Technik wird damit zu einem entscheidenden Bestandteil von Wiedervernässungs- und Paludikulturprojekten.
In der Praxis kann unter anderem Bedarf entstehen an:
- Raupentechnik;
- Maschinen mit geringem Bodendruck;
- leichten Geräteträgern;
- angepasster Erntetechnik;
- Spezialtechnik für den Transport;
- individuellen Lösungen für nasse und wenig tragfähige Flächen.
Fördermodul 4: Unterstützung für Spezialtechnik
Innerhalb der Palu-Richtlinie ist insbesondere Fördermodul 4 für Betriebe relevant, die die wiedervernässten Flächen anschließend weiter bewirtschaften.
Förderbereich 4.A umfasst die Anschaffung von Spezialmaschinen und Ausrüstung sowie erforderliche Anpassungen bestehender Technik für die Nutzung auf nassen Moorböden.
Damit kann dieser Förderbereich für Betriebe interessant sein, die in neue Technik für Pflege, Ernte und Transport investieren möchten.
Weitere Bestandteile von Fördermodul 4 beziehen sich unter anderem auf Flächenanpassung, Verarbeitung, Lagerung, Beratung und Schulung.
Wie hoch kann die Förderung ausfallen?
Im Rahmen von Fördermodul 4 kann die Förderung grundsätzlich bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben betragen..
Wenn ein großer Teil der betreffenden Fläche einen höheren Vernässungsgrad erreicht, kann der Fördersatz unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 80 % steigen. 80%.
Die tatsächliche Förderhöhe hängt unter anderem vom konkreten Vorhaben, dem Wasserstand, der Flächennutzung und den jeweils geltenden Förderbedingungen ab.
Das bedeutet: Nicht jede Maschine ist automatisch in gleicher Höhe förderfähig.
Wie kan subsidie aanvragen?
Für Förderbereich 4.A kommen insbesondere Betriebe der land- und forstwirtschaftlichen Primärproduktion infrage, die die betreffenden Flächen selbst bewirtschaften.
Bei anderen Bestandteilen von Fördermodul 4 können auch weitere Akteure eine Rolle spielen, zum Beispiel Lohnunternehmen, Dienstleister oder Kooperationspartner.
Entscheidend ist daher immer, wer investiert, wer die Flächen bewirtschaftet und welche Technik für das konkrete Projekt benötigt wird.
Wann läuft die aktuelle Förderperiode?
Nach der aktuellen Planung läuft das Interessenbekundungsverfahren für Fördermodul 4 vom:
2. November 2026 bis einschließlich 29. Januar 2027.
Betriebe und Projektpartner, die sich mit Wiedervernässung, Paludikultur oder nasser Landwirtschaft beschäftigen, sollten sich daher frühzeitig mit der benötigten Technik auseinandersetzen.
Was bedeutet das für die Auswahl der Maschinen?
Die technische Planung sollte nicht erst am Ende eines Projekts beginnen.
Gerade auf nassen Moorböden ist es sinnvoll, frühzeitig Fragen zu klären wie:
- Welcher Bodendruck ist vertretbar?
- Wie gut ist die Fläche befahrbar?
- Wasserstand;
- Wie soll geerntet werden?
- Wie wird das Erntegut abtransportiert?
- Welche Tragfähigkeit ist vorhanden?
- Welche Anbaugeräte werden benötigt?
- Welche Leistung und Kapazität sind erforderlich?
Die passende Technik kann entscheidend dafür sein, ob eine wiedervernässte Fläche auch langfristig praktisch und wirtschaftlich bewirtschaftet werden kann.
Wellink Chaser und Spezial-Raupentechnik
Der Wellink Chaser wurde für Arbeiten auf nassen und wenig tragfähigen Flächen entwickelt.
Durch sein Raupenfahrwerk verteilt sich das Maschinengewicht auf eine große Aufstandsfläche. Dadurch kann der Chaser auf Gelände eingesetzt werden, auf dem konventionelle Fahrzeuge schneller einsinken oder stecken bleiben.
Je nach Anwendung kann der Chaser unter anderem eingesetzt werden für:
- Transport von Biomasse;
- Unterstützung bei Erntearbeiten;
- Zu- und Abtransport von Materialien;
- Flächen- und Landschaftspflege;
- Arbeiten auf nassen Moorböden.
Darüber hinaus entwickelt Wellink individuelle Aufbauten, Anpassungen und technische Sonderlösungen für spezifische Einsatzbereiche.
Keine Standardlösung für jeden Moorboden
Nicht jeder Moorboden ist gleich.
Welche Maschine geeignet ist, hängt unter anderem ab von:
- Bodenart;
- Wasserstand;
- Vegetation;
- oppervlakte;
- Flächengröße;
- Erntegut;
- gewünschter Leistung.
Deshalb betrachtet Wellink nicht nur die einzelne Maschine, sondern den gesamten Arbeitsprozess.
Planen Sie ein Projekt im Bereich Paludikultur oder Wiedervernässung?
Wer ein entsprechendes Projekt vorbereitet, sollte die technische Seite frühzeitig in die Planung einbeziehen.
Wellink berät zu Maschinen, Raupentechnik, Ernte, Transport und individuellen Lösungen für nasse und wenig tragfähige Böden